Am Anfang

Vor ziemlich genau zwei Jahren habe ich dieses Blog gestartet. Um Worte zu finden rund um das Wort, das an sich ja eigentlich nichtig ist. Ein Nichts, ähnlich wie Geld, das einmal Gold gewesen sein mag, inzwischen aber Papier ist oder aber nur noch eine digitale Ziffer. Mehr nicht mehr und mitunter nicht einmal mehr das, wie wir alle inzwischen wissen. Alles ist Illusion.  Auch der Umgang mit Worten, das Schreiben auf Papier oder aber digital, in die Vergänglichkeit des Internets.

In den zwei Jahren habe ich mich bemüht, muß aber zugeben, daß ich unzufrieden bin. Es gibt kein Konzept, nur eine grobe Struktur. Vielleicht ist das falsch, keine Ahnung. Es gibt auch kein erklärtes Ziel, alles ist einfach nur Geplätscher. Dagegen habe ich im Grunde nichts. Das ist bloggish, finde ich. Aber deshalb sieht es hier so aus, wie es nun mal aussieht. Recht karg.

Dabei gäbe viel zum Thema Schreiben zu sagen, das denke ich immer noch. Doch nicht immer habe ich die Zeit oder die Muße, all das, was es zu sagen gäbe, adäquat umzusetzen. das braucht eben ein bißchen, Zeit und klare Gedanken. Einfach mal eben so ein paar Sätze hinfetzen, damit ist es hier nicht getan. Dafür ist anderswo genug Platz.

Aus diesem Grund gibt es hier seit geraumer Zeit einen internen Minimalkonsens mit mir selbst, der besagt, daß jeden Monat wenigstens ein Beitrag zu erscheinen hat. Nur deshalb sitze ich jetzt hier und schreibe. Es ist der 31. Juli, der letzte Tag im Monat. Und ich habe in diesem Monat noch nichts geschrieben. Einen anderen Anlaß gibt es nicht.

Doch es funktioniert, auch so geht Schreiben. Man tut es einfach, weil es getan werden muß. Aus keinem anderen Grund. Man kann anfangen, irgendwo. Es ist ganz einfach. Der Kopf ist niemals leer. Und ausgehend von diesem Anfang wird sich bald schon etwas ergeben. Eine Richtung, ein Ziel, man wird sehen. Auf jeden Fall ist ein Anfang gemacht, ein Pfad gelegt für das nächste Wort. Welches auch immer das sein mag.

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5 Kommentare zu „Am Anfang“

  1. Sammelmappe » Blog Archive » Sommer-Lesetipps sagt:

    […] In der Sammelmappe ist es schon eine Weile her, dass ich euch ein paar Lesetipps aus den Nachbarblogs zusammengetragen habe. Das will ich heute nachholen: Jane Austen’s Fight Club im Genderblog – eher ein Videotipp der Wurm und der Rabe – Gedicht von Claudia Johann Creezy, die die Initiative übernimmt und den Veranstalter der Loveparade wegen der Überführungskosten anschreibt Violine – die so fleißig kommentiert und mir auch Marienkäferlinks aufbewahrt Jens – Das Konzept Bürgerarbeit- Neueste Ideen vom Arbeitsmarkt Dieseldunst – über die schönen Dinge Gaga Nielsen – 30. Juli 2010 (nur nachts und betrunken lesen) Susanne, die über die Schreibdisziplin nachdenkt […]

  2. Susanne Englmayer sagt:

    Das mit der Scheiße habe ich auch schon mal irgendwo gehört. Oder vielleicht selbst erlebt? ;-)

  3. Sammelmappe sagt:

    Geld ist sublimierte Scheiße – habe ich vor Kurzem in einem Buch gelesen. Die Protagonistin schreibt, das hätte sie ihren Kindern weitergegeben. Eine Weisheit aus der Freudschen Theorie.
    Aber was sind Worte?

  4. engl @ absurdum » Blog-Archiv » worte an sich sagt:

    […] ist der 31. oktober. ich habe es also so gerade eben noch geschafft, meinen monatlichen artikel für worte an sich fertigzustellen. es geht um […]

  5. engl @ absurdum » Blog-Archiv » worte an sich sagt:

    […] viel zuviel. dann findet kein wort seinen weg aufs papier. (oder in die datei.) meistens hilft es, einfach anzufangen, einfach zu schreiben. und nicht wieder damit aufzuhören. denn der kopf ist niemals […]

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