Archiv für die Kategorie „Marginal“

Klagenfurt 2011

Mittwoch, 27. Juli 2011

Ich bin schrecklich, ich weiß. Nichts aktuelles war von mir zu lesen, hier nicht und auch anderswo. Nur Klagen, alles in allem.

Und auch jetzt:

Es gibt wenig gute Bilder von mir, ich mag nicht fotografiert werden. Ich bin kamerascheu und wenig fotogen. Meistens jedenfalls. Was eine echte Kaltmamsell ist, so kümmert die sich natürlich wenig darum. Und hat mich klammheimlich abgeschossen.

Das also bin ich, wie ich am ORF-Theater herumlatsche. Ein wenig gnomartig vielleicht, meine Beine sind halt nicht länger. Aber doch einigermaßen agil. Also wirklich mal ein Bild das mir durchweg gefällt.

Schreiben ist auch lesen

Freitag, 15. Januar 2010

Schreiber sind auch Leser, alle. Früher oder später erwischt es die, die später auf die seltsame Idee kommen, selbst Buchstaben, Worte, Sätze aneinanderzureihen. Da sie sitzen sie also, in jungen Jahren schon,  weltentrückt, vertieft, in sich selbst und in die Seiten.

Das Ganze entwickelt sich natürlich mit der Zeit, es wird immer schlimmer und schlimmer. Aus Blättern wird Lesen, und auf das Lesen folgt die Reflektion. Irgendwann. Das Denken und Reden über Bücher als wären es Lebewesen.

Natürlich läßt sich auch trefflich über die Lektüre schreiben, jenseits der professionellen Kritik. Denn das wissen die Schreiber, die guten zumindest, daß es auf die Leser ankommt. Sie allein machen das Buch. (Naja, fast.)

Einige Leser – zur Zeit sind das Anselm Neft, casino, engl (ja, das bin ich), Isabel Bogdan, Kaltmamsell, Mek Wito, Melancholie Modeste und Percanta – haben sich nun entschlossen, in dem Blog COMMON READER – Der gewöhnliche Leser quasi öffentlich zu lesen.

Kommen Sie vorbei, reden Sie mit uns und empfehlen Sie uns weiter!

Erwischt!

Mittwoch, 15. Juli 2009

Ich habe übrigens gelogen. Der Titel des letzten Beitrags in diesem Blog lautet: Blogger stehlen nicht. Was natürlich völliger Unsinn ist, denn natürlich tun sie das. Immer wieder, auch wenn sie es besser nicht sollten. Gerade davon handelt der Beitrag ja. Tja!

So schnell kann’s gehen. Und ich habe es nicht einmal auf Anhieb gemerkt.

Frische Bücher

Dienstag, 17. März 2009

Zum ersten Mal auf der Leipziger Buchmesse gewesen. Das war gut, sehr sogar. Richtig schön, trotz der vielen Menschen, dem Gedränge und Geschiebe überall. Im Grunde wie in einer riesigen Buchhandlung. Nur besser, viel besser.

Bücher sind schön, das darf man nicht vergessen. Es sind kleine Kunstwerke, nicht nur wegen der Buchstaben, wegen der Ideen, der Geschichten darin, Welten mitunter. Auch von außen machen Bücher etwas her. Sie liegen in der Hand, bevor sie sich entfalten. Und sie duften. Ich rieche an jedem Buch, das gehört dazu. Manche stinken ja auch, und das kann sehr störend sein. Vor allem im Bett.

Ach, all diese Köstlichkeiten, besonders die der vielen kleinen Verlage. Offen stehen sie da, selbstbewußt. Wie es sich gehört. Nicht verdeckt von der Stapelware, in den hintersten Winkeln der Buchkaufhausketten verborgen, wenn überhaupt. So sollte es sein. Offen zugänglich. Und niemals eingeschweißt.

Ich würde Bücher kaufen, ohne hineinzulesen. Wenn ich das Geld dazu hätte. Ich würde die aussuchen, die perfekt sind. Gut riechen sollen sie, das ist wichtig. Sich anfühlen müssen sie sich und in der Hand liegen. Ohne Klappentext und ohne Vorwort sollten sie sein. Besser auch ohne Bilder. Gute Buchbilder sind schwer zu finden. Aber ein schmeichelndes Schriftbild auf warmem Papier, daran führt kein Weg vorbei.

Es gibt so viele perfekte Bücher. Frisch aus der Presse, noch ganz in sich. Zum Glück kann ich es mir in den meisten Fällen nicht leisten, einfach so zuzugreifen. Bücher sind teuer. Außerdem wäre es nicht gerecht, wenn ich sie anschließend nicht auch lesen würde. Alle. Und wer hat schon die Zeit. Es sind einfach so viele.

Vertippt

Samstag, 20. September 2008

Gerade auf Anhieb vier Tipfehler im Blogosoopbeitrag entdeckt. Harmlos zwar, aber dennoch zuviele. Finde ich. Dabei habe ich noch nicht einmal richtig gelesen, nur schnell drübergeguckt. Das ist peinlich und typisch zugleich. Sich selbst kann man immer am schlechtesten korrekturlesen.

Wer noch was findet, kriegt einen „click”. Ansonsten verweise ich auf die Freiheit der Sprache.

Twitterlesung

Sonntag, 27. Juli 2008

Früher, also bis vor ein paar Monaten, gab es immer wieder mal eine Bloglesung. Ich erinnere mich gut, daß sich seinerzeit darüber schon so manch einer gewundert hat. Was soll man denn aus Blogs vorlesen? Und warum? Kommt da überhaupt wer? Natürlich kamen viele. Andere Blogger und Bloggerangehörige, wie sich das gehört. Und die Bloglesungen, auf  denen ich zugegen war, egal ob als Lesende oder als Gast, waren  ausgesprochen anregend, darüber hinaus meistens amüsant und hielten vor allem stets eine nette Aftershowtime bereit.

Die Zeiten sind jetzt also vorbei, denn nun gibt es die Twitterlesung. Was davon zu halten ist, habe ich gestern abend höchstpersönlich zu ergründen versucht.

Sachlich zusammengefaßt lautet mein Fazit: Streckenweise war es furchtbar, stimmt. Aber das hat es auch schon auf Bloglesungen gegeben. Und eine Twitterlesung beherbergt in sich immerhin das Potential zur szenischen Lesung, wenn nicht zu einer Art absurdem Theater. So etwas gibt es bei Bloglesungen nicht. Doch das sollte dann vielleicht mal wer versuchen.

[Letzteres bedeutet natürlich, daß dieser jemand dem Ganzen eine narrative Struktur unterlegen muß. Was wiederum zwingend die Kunst des Weglassens erfordert. Außerdem braucht es geübte Leser, respektive Interpreten. Ganz so einfach ist es also nicht.]

Einstweilen

Freitag, 11. Juli 2008

Man soll ein Projekt nicht schon in der Entwicklungsphase anzuschieben versuchen. Besser ist es, die Struktur gut durchdacht und bereits Content vorproduziert zu haben. Das habe ich erst kürzlich gelesen. Irgendwo im Internet, ich weiß nicht mehr wo. Ich glaube es ging um Blogs.

Das soll man auch nicht tun, das Wort „irgendwo” benutzen, wenn man den Link verschlampt hat. Zitieren ist eine Kunst, die beherrscht sein will.

Stimmt ja, alles.

Aber ebenso ist es Unsinn in einer Zeit, in der alles kommt und wieder geht, vielleicht ohne den Hauch einer Spur zu hinterlassen. Allen Such- und Sammelmaschinen zum Trotz.  Das Internet ist der Inbegriff des permanenten, schleichenden Wandels. Was gestern noch ein Onlineshop war, ist heute vielleicht die Webpräsenz eines Betriebes aus der metallverarbeitenden Branche. Oder ein Strickblog, womöglich noch vom selben Autor. Obwohl das auf den ersten Blick eher unwahrscheinlich erscheint. Manches verschwindet auch einfach, selbst wenn es immer wieder heißt: Das Internet vergißt niemals.

Stimmt ja. Und stimmt auch wieder nicht.

Ähnlich verhält es sich hier. Was bis vor kurzem noch ganz anders aussah, wandelt sich derzeit zu einem Blog über das Bloggen und Schreiben an sich. Oder so ähnlich, mal sehen.

An dieser Stelle wird also gearbeitet, mal mehr und mal weniger, und zur Zeit noch vorwiegend im Hintergrund. Kurzinformationen gibt es einstweilen über den hauseigenen Twitteraccount.