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Kurz- und Kürzestgeschichten aus 25 Jahren erschienen

Sonntag, 28. Oktober 2012

Es war eine Menge Arbeit, aber jetzt bin ich durch: mein erstes E-Book ist tatsächlich fertig. Ein wenig habe ich wohl auch getrödelt, gehadert mitunter, das gebe ich gerne zu. Aber dafür wird beim nächsten elektronischen Buch dann alles ein wenig einfacher, denke ich. Jetzt weiß ich ja, so ungefähr zumindest, wie es geht.

Also: vater. mutter. kind. als E-Book bei amazon, für lustige 5,05€ 4,90€

Die Familie ist eine Keimzelle, die heil zu sein hat. Per Definition ist sie immer da zu finden, wo auch Kinder sind, zumindest jedoch eines. Bei der modernen Kleinfamilie handelt es sich also in ihrer kleinsten Erscheinungsform um eine Triade. Traditionell wird innerhalb der Familie die gesellschaftliche Verortung und die soziale Ausbildung der Kinder ebenso gesichert, wie sie auch für die Befriedigung der Grundbedürfnisse zuständig ist: Essen, Trinken, Schlafen, usw. Wenn alles gut läuft, wenigstens einigermaßen.

Was jedoch nicht unbedingt der Fall ist, im Grunde sogar recht selten. Familiäres Zusammenleben birgt mitunter Zündstoff in sich, der an der Oberfläche fröhlich vor sich hin flackern mag. Tief innen, an der der Keimzelle des Übels jedoch lodert es über Jahre und Jahrzehnte. Und es sind die Kinder, die dabei ausgebrannt werden.

Was also geschieht mit ihnen, den Kleinsten im Familienspiel? Wie werden sie größer, was wird aus ihnen? Wie werden sie groß? Was werden sie sein, sein können, wenn sie selbst erwachsen sind? Wie stehen sie zu und in der Welt, nachdem sie den Flammen entkommen sind? Wie auch immer. Und was wird aus den Eltern, wenn die Flammen erloschen, das Familienfeuer endgültig ausgebrannt ist? Weil die Kinder nicht mehr zur Verfügung stehen, um es zu befeuern.

Das ungefähr ist es, worum es in dem Buch geht. Keine leichte Kost, das ist wahr. Aber wahr ist es. Wie sicher viele Menschen wissen, die selbst einmal Kinder waren. Auf die eine oder andere Art.

Außerdem ist es ein gutes Gefühl, auf die Art etwas abschließen und quasi in die Lesewelt entlassen zu können. So sehr ich mich als AutorIn auch dagegen sträuben mag: Schreibend bin ich doch immer irgendwie beteiligt, wenn auch meist ganz anders als angenommen. Selten geht es um belastbare Daten und Fakten der sogenannten realen Welt. Und doch ist jeder Text immer auch ganz persönlich, mal mehr und mal weniger. Allein die Zeit, die ich damit verbracht habe. In jeder Hinsicht eine große Anstrengung, eine Freude und ein Privileg.

Danke!

Rico Beutlichs Roman

Samstag, 29. August 2009

Es gibt Geschreibsel, das ist schwer zu lesen und kaum zu ertragen. Das ist so, weil zum Schreiben schon auch ein wenig Talent, Übung und Arbeit gehört. Manche Menschen können eben einfach besser malen, tanzen oder angeln. Und das sollten sie dann auch tun.

So auch Rico Beutlich aus Dresden:

Kevin-Lukas wachte auf. Und er kuckte aus den Fenster und was er da sah war auch nicht gut, alles voll Regen. Grosse Tropfen, kleine Tropfen und dazu sehr viele mittelgroße Tropfen sind auch da … Ziemlich nass die Sache.

Schlimm. Auch wenn es sich nur um einen Text der „42erAutoren” handelt, die sich die 9 Seiten Stuß ausgedacht hat, um die sogenannten Zuschußverlage zu testen. Ein Unterfangen, das gar nicht so einfach war, sagt zumindest Tom Liehr:

Es ist extrem schwer, schlecht zu schreiben.

Natürlich haben die angefragten Bezahlverlage fast ausnahmslos zugegriffen, das Höchstgebot lag bei über 30.000 Euro. Die der Autor – jawohl! – für die Veröffentlichung hätte berappen müssen. Nachlesen kann man die ganze Story im frisch polierten online Spiegel.

Danach sollte wohl jedem klar sein, was das ist, so ein „Verlag”, der per Kleinanzeige nach Autoren sucht. Ein Unsinn nämlich, die reinste Abzocke. Eine Verlagsvariante, die im Grunde keine ist und deshalb schleunigst aussortiert gehört. Vor allem für all die, die ernsthaft veröffentlichen wollen. Finger weg!

Natürlich gibt es Menschen, die einfach irgendwann ein Büchlein für ihre nächsten Freunde und Verwandten in den Händen halten wollen. Die gesammelten Notizen eines Lebens in zwei oder drei Bänden vielleicht. (Nein, eines reicht nie!) Oder andere, die eine Printversion ihres Blogs herausgeben möchten. Else Buschheuer, die heute leider nur noch twittert, hat es vorgemacht. Ein Buch, das ist eben etwas ganz anderes. Das weiß jeder, auch jeder Blogger.

Immer werden Menschen auf die eine oder andere Art ihre Erinnerungen festhalten wollen, für die Enkel vielleicht oder andere Nachkommen. Bücher spielen dabei seit jeher eine große Rolle. Das ist richtig und wichtig. Die meisten Menschen schreiben aus genau diesem Grund, für absolut nichts sonst. Für keinen Ruhm und kein Geld. Nur für die Geschichte, wie sie sie erlebt haben

Zum Glück gibt ja nun schon lange die vielen Print-on-Demand-Angebote, die für Kleinstauflagen bestens geeignet sind. Das ist solide und billig, zum Teil sogar kostenlos, soweit ich weiß. Und wer Hilfe bei der technischen Abwicklung braucht oder seinen Schreibstil ein klein wenig aufzupolieren gedenkt, bevor es ans Gedruckte geht – dafür gibt es überall Hilfe, die letztendlich wesentlich günstiger kommt als so ein dämlicher Pseudoverlag.