Ich bin so frei

Da komme ich gerade aus dem sibirischen Berlin in die heimische Stube zurück. Ich fahre den Rechner hoch und schaue mich ein bißchen um, und was finde ich gleich zuerst? Ein JMStV, also einen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag. Richtig so?

Den soll es im nächsten Jahr schon neu geben, davon höre ich tatsächlich heute zu ersten Mal. Doch wie es aussieht, sollte ich mir wohl dringend Gedanken darüber machen, denn es betrifft auch Webpublikationen und damit alle meine Blogs.

Wie? Das weiß ich auch noch nicht so recht. Ich muß wohl entweder eine Sendebeschränkung einrichten oder sämtliche Seiten im Netz mit einer Alterklassifizierung versehen, ggf. mit einer Altersprüfung. Klingt nicht sehr praktikabel, im Zweifel auch nicht bezahlbar. Vor allem, wenn das am Ende auch noch für jeden Tweet gelten sollte. Man weiß ja nie.

Wie auch immer. Die Sache ist geeignet, von Bloggern mit Dringlichkeit im Auge behalten zu werden. Ich selbst tendiere spontan eher nicht zur Schließung, wie sie hier und da schon angekündigt wurde. Ich bin für weitermachen, weitervernetzen.

Noch bin ich so frei. Noch besser und noch fester. Bloggen eben.

[Mehr, viel mehr zum Thema gibt es in der Sammelmappe.]

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2 Kommentare zu „Ich bin so frei“

  1. engl @ absurdum » Blog-Archiv » worte an sich sagt:

    […] schreck in der abendstunde. bloggen wird abgeschafft, und zwar mit hilfe von simplen rechtlichen umstrukturierungen. so zumindest (m)ein erster eindruck […]

  2. Sammelmappe sagt:

    Ich habe die aktuellen rivva-Verlinkungen in den Artikel aufgenommen, weil die immer so schnell wieder weg sind. Für mich habe ich entschieden, erst einmal abzuwarten, ob nicht irgendwelche klugen Menschen Ideen haben, die sie in den Raum werfen können.
    Ansonsten käme es wirklich zu der abstrusen Situation: Das Internet geht offline. Besser gesagt: Das deutschsprachige Internet geht offline.

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